Sofortimplantat Potsdam

Heute ist es oft möglich, das Implantat direkt nach der Zahnentfernung in derselben Sitzung zu setzen. Vielleicht denken Sie: „Klingt schön, aber funktioniert das wirklich?" Wir geben Ihnen auf dieser Seite Antworten: Wann eine Sofortimplantation sinnvoll ist, wann sie nicht funktioniert, was sie kostet und wie der Tag des Eingriffs bei uns abläuft. Wenn Sie lieber direkt mit uns sprechen möchten, sind Sie jederzeit herzlich willkommen in unserer Praxis für Oralchirurgie Dr. Bühring in Potsdam.

Termin vereinbaren

Persönliche Worte

Ich verstehe, warum eine Sofortimplantation für viele so verlockend klingt. Niemand möchte mit einer Lücke zur Arbeit gehen, niemand will zweimal operiert werden. Wenn Sie zu mir kommen und sagen „Können wir das nicht alles auf einmal machen?", weiß ich schon, was Sie meinen, bevor Sie den Satz zu Ende gesprochen haben.

In den meisten Fällen ist die Antwort: "Ja, wir können das sofort machen". In manchen Fällen ist sie die Antwort aber auch: "Lieber nicht. Wir brauchen Ruhe". Und ich erkläre Ihnen dann, warum.

Was mich an der Sofortimplantation reizt, ist nicht das Tempo, sondern dass wir den Knochen erhalten. Bei der klassischen Methode wartet man zwischen Zahnentfernung und Implantation Monate, und in dieser Zeit baut sich der Knochen ab. Beim Sofortimplantat passiert das gar nicht erst. Das ist der eigentliche Gewinn.

Unterschrift von Oralchirurg Dr. Karl Bühring

In Kürze: Was ist ein Sofortimplantat?

Bei einer klassischen Implantation wird der alte Zahn zuerst entfernt, der Bereich heilt drei bis sechs Monate aus, und erst danach wird das Implantat gesetzt. Beim Sofortimplantat sparen wir diesen Zwischenschritt: Wir entfernen den Zahn und setzen das Implantat unmittelbar danach in dieselbe Zahnfachhöhle.

Das hat zwei große Vorteile. Erstens: ein Eingriff weniger. Zweitens: Der Knochen wird sofort wieder belastet und beginnt gar nicht erst, sich zurückzubilden. Bei einer leeren Zahnfachhöhle würde der Körper innerhalb weniger Monate Knochen abbauen, weil dort nichts mehr zu „halten" ist. Das Sofortimplantat verhindert genau das.

In unserer Praxis für Oralchirurgie Dr. Bühring in Potsdam ist die navigierte Sofortimplantation einer unserer fachlichen Schwerpunkte. Wir arbeiten mit 3D-Diagnostik und individuellen Bohrschablonen, damit das Implantat genau dort sitzt, wo der Knochen am stabilsten ist – und der spätere Zahnersatz später perfekt darauf passt.

WAnn ein Sofortimplantat Sinnvoll ist

Termin vereinbaren

SOFORTIMPLANTATION: VOR- UND NACHTEILE

Vorteile:

Nachteile:

Tut eine Sofortimplantation weh?

Während des Eingriffs spüren Sie keinen Schmerz. Was Sie spüren können: Druck, Vibration, manchmal das Geräusch des Instruments.

Die ersten zwei bis drei Tage nach der OP sind die spürbarsten: eine Schwellung, vielleicht ein blauer Schimmer an der Wange, ein dumpfes Druckgefühl.

Konsequentes Kühlen in den ersten 24 Stunden hilft viel, ein passendes Schmerzmittel deckt den Rest ab.

Erstaunlich für viele: Die Beschwerden nach einer Sofortimplantation sind oft sogar geringer als nach einer Weisheitszahn-OP. Der Grund ist einfach: Das Loch im Knochen war ja schon da. Wir müssen nicht erst neu bohren, sondern nutzen den Platz des alten Zahnes direkt für das Implantat.

Nach drei bis vier Tagen geht es spürbar bergauf, nach einer Woche fühlen sich die meisten wieder normal.

Die endgültige Krone bekommen Sie nach der vollständigen Einheilung des Implantats (meist drei bis sechs Monate später).

Termin vereinbaren

Wie läuft eine Sofortimplantation bei uns ab?

Termin vereinbaren

Häufige Fragen

In geeigneten Fällen: ja. Wir entfernen den Zahn und setzen das Implantat unmittelbar danach in derselben Sitzung.

Ob bei Ihnen die Voraussetzungen passen, sehen wir vorher auf der 3D-Aufnahme.

Auch, ob wir am gleichen Tag einen sichtbaren Zahn (die Krone) auf das Implantat setzen können, klären wir im Vorfeld. Voraussetzung ist, dass das Implantat fest genug im Knochen sitzt und der Biss die Krone nicht überlastet (geht häufig bei Frontzähnen, seltener im Backenzahnbereich).

Bei einem Sofortimplantat haben Sie in der Regel keine Wartezeit. Der Zahn wird gezogen und das Implantat sofort in derselben Sitzung gesetzt. Das spart einen zweiten Eingriff, schont den Knochen und verkürzt die gesamte Behandlung um Monate.

Voraussetzung ist, dass der Zahn nicht akut entzündet ist und rundherum genug Knochen vorhanden ist. Das sehen wir vorher auf der 3D-Aufnahme.

Wichtig zu wissen:
Sofortimplantat bedeutet nicht automatisch, dass Sie am selben Tag auch eine sichtbare Krone bekommen. Manchmal geht das, aber manchmal heißt es auch einige Wochen warten, bis das Implantat fest eingewachsen ist.

Falls ein Sofortimplantat in Ihrem Fall nicht infrage kommt, ist die klassische Implantation oft der sicherere Weg – mit einer Wartezeit zwischen Zahnentfernung und Implantatsetzung.

Zahnimplantat

Nein, eher weniger. Da die Zahnfachhöhle bereits offen ist, müssen wir den Knochen nicht erst aufbohren. Viele Patientinnen und Patienten sagen hinterher, das Ganze sei entspannter gewesen als gedacht.

Im Unterkiefer rund drei Monate, im Oberkiefer drei bis sechs Monate.

Bei Sofortimplantaten kann die Einheilung etwas länger dauern, weil mehr Anpassungsarbeit für den Körper anfällt.

Ein Sofortimplantat ist in den Grundkosten vergleichbar mit einem klassischen Implantat. Manchmal ist es sogar etwas günstiger, weil zwei Eingriffe in einen zusammengefasst werden.

Realistische Größenordnungen:

- Zahnentfernung + Sofortimplantat + Krone: ca. 2.000 – 3.800 Euro

- Zahnentfernung + Sofortimplantat + Sofortversorgung + spätere Krone: ca. 2.400 – 4.500 Euro

- mit kleinem Knochenaufbau (falls nötig): zzgl. 300 – 800 Euro.

Hinzu kommen: 3D-Diagnostik (150–250 Euro) und optional Sedierung (200–600 Euro).

Die gesetzliche Krankenkasse zahlt einen Festzuschuss zur Krone (grob zwischen 300 und 500 Euro), mit Bonusheft 20–30 % mehr. Das Implantat selbst ist Privatleistung.

Sie bekommen von uns einen schriftlichen Heil- und Kostenplan, bevor wir beginnen. Bei Zahnzusatzversicherungen lohnt sich, den Plan vorab dort einzureichen.

Manchmal ja, manchmal nein. Eine provisorische Krone in derselben Sitzung („Sofortversorgung") ist möglich, wenn das Implantat fest genug im Knochen sitzt und der Biss es zulässt. Bei Frontzähnen klappt das oft, bei Backenzähnen seltener, weil dort mehr Kaudruck herrscht.

Wenn der Zahn akut entzündet ist, zu wenig Knochen rund um die Wurzel vorhanden ist, eine schwere Parodontitis vorliegt oder Sie stark rauchen.

In diesen Fällen ist es klüger, den Zahn zu entfernen, den Bereich in Ruhe ausheilen zu lassen und einige Monate später zu implantieren (klassisches Zahnimplantat).

Manchmal ergänzen wir das mit einer Socket Preservation: einer kleinen Auffüllung der Zahnfachhöhle, damit der Knochen in der Wartezeit nicht zu sehr schrumpft (siehe Knochenaufbau).

Was bei Ihnen geht, sehen wir auf der 3D-Aufnahme und im Gespräch. Wir entscheiden das nie nach Bauchgefühl, sondern nach Befund.

Ja, die beiden Begriffe werden oft verwechselt. Sie meinen jedoch zwei verschiedene Dinge.

Sofortimplantat = die künstliche Zahnwurzel (Implantatschraube) wird sofort nach der Zahnentfernung in dieselbe Zahnfachhöhle gesetzt.

→ Es geht um den Zeitpunkt der Implantation.

Sofortversorgung = die Krone (also der sichtbare Zahn) wird sofort am gleichen Tag aufs Implantat gesetzt.

→ Es geht um den Zeitpunkt der Krone.

Beim Sofortimplantat verlassen Sie unsere Praxis für Oralchirurgie Dr. Bühring in Potsdam mit Implantat im Knochen, aber meist mit einer Lücke oder einem kleinen Provisorium darauf (z. B. einer Kunststoffabdeckung).

Bei der Sofortversorgung verlassen Sie unsere Praxis zusätzlich mit einer provisorischen Krone, die wie ein Zahn aussieht. Sie können lächeln, sprechen, sich zeigen.

Neben der Sofortimplantation gibt es die klassische Implantation, die verzögerte Sofortimplantation, Socket Preservation und die Brücke als Alternativen.

Hier die Alternativen kurz erläutert:

Klassische, zweizeitige Implantation:
Zahn raus, drei bis sechs Monate Heilung, dann Implantat. Die bewährte und in vielen Fällen sicherere Variante. Etwas länger im Gesamtablauf, aber bei schwierigen Ausgangslagen die stabilere Wahl.

Verzögerte Sofortimplantation:
Eine Mittelweg-Lösung: Wir entfernen den Zahn, lassen das Zahnfleisch sechs bis acht Wochen ausheilen (so verschwindet eine etwaige Entzündung), und setzen dann das Implantat. Schneller als die klassische Variante, aber sicherer als die Sofortimplantation bei grenzwertigen Fällen.

Socket Preservation und späteres Implantat:
Wenn klar ist, dass das Implantat erst später kommt, füllen wir die Zahnfachhöhle direkt nach der Entfernung mit Aufbaumaterial. So bleibt der Knochen erhalten, und das spätere Implantat hat eine optimale Grundlage.

Brücke statt Implantat:
Wenn Sie sich gegen ein Implantat entscheiden oder die Voraussetzungen nicht passen, bleibt die klassische Brücke eine bewährte Lösung.

Den Zahn doch erhalten?
Manchmal lohnt vor allen Implantatüberlegungen die Frage: Lässt sich der Zahn vielleicht doch retten? Eine Wurzelbehandlung, eine Wurzelspitzenresektion – das kann manchmal Jahre dazwischen schenken. Wir besprechen das offen.

Netzwerk

Termin buchen