Knochenaufbau in Potsdam

Hat Ihre Zahnärztin oder Ihr Zahnarzt gesagt: „Für ein Implantat ist hier zu wenig Knochen"? Sie haben das Wort „Knochenaufbau" gehört und sich gefragt, was das eigentlich heißt? Vielleicht sind Sie auch schon einmal weggeschickt worden mit dem Satz „Ein Implantat geht bei Ihnen leider nicht".

Auf dieser Seite finden Sie ehrliche Antworten: Was Knochenaufbau bedeutet, wann er sinnvoll ist, wie er abläuft, was er kostet – und wann er nicht nötig ist. Wenn Sie lieber direkt mit uns sprechen möchten, sind Sie herzlich willkommen in unserer oralchirurgischen Praxis in Potsdam.

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Persönliche Worte

Ich hatte schon einige Patienten, die einen leichten Schreck bekommen haben, wenn sie zum ersten Mal gehört haben, dass Knochen aufgebaut werden soll. Das klingt nach großer OP, nach langer Heilung, nach „komplizierter Fall". In den meisten Fällen ist es das nicht.

Knochenaufbau gehört in der Oralchirurgie zum Alltag. Wir machen das regelmäßig und nicht nur in dramatischen Fällen.

Manchmal können wir den Knochenaufbau in derselben Sitzung wie die Implantation mitmachen, ohne dass Sie davon viel mitbekommen. In anderen Fällen ist es ein eigener, gut geplanter Schritt.

Was ich Ihnen versprechen kann: Wir bauen keinen Knochen auf, wenn es nicht nötig ist. Und wenn es nötig ist, erkläre ich Ihnen vorher genau, warum, wie viel und mit welchem Material.

Unterschrift von Oralchirurg Dr. Karl Bühring

In Kürze: Was ist Knochenaufbau?

Der Kieferknochen ist – anders als viele denken – kein starres Fundament. Er ist ein lebendiges Gewebe, das ständig umgebaut wird. Solange ein Zahn da ist und beim Kauen Druck auf den Knochen überträgt, bleibt der Knochen stabil. Fällt der Zahn weg, fehlt dieser Reiz. Der Knochen baut sich an dieser Stelle innerhalb von Monaten und Jahren langsam ab.

Das ist ein natürlicher Prozess, kein Krankheitszeichen. Aber er hat eine Konsequenz: Wenn Sie Jahre später ein Implantat möchten, ist an dieser Stelle möglicherweise nicht mehr genug Knochensubstanz vorhanden, um die künstliche Wurzel sicher zu verankern.

In unserer Praxis für Oralchirurgie Dr. Karl Bühring in Potsdam bringen wir an einer Stelle, an der zu wenig Kieferknochen vorhanden ist, ein Material ein, das dem Körper als Gerüst dient. In den folgenden Monaten wandelt der Körper dieses Gerüst Schritt für Schritt in eigenen, lebendigen Knochen um. So entsteht die Grundlage, auf der wir Ihr Implantat sicher setzen können.

wann ist ein Knochenaufbau sinnvoll?

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Unsere Verfahren zum Knochenaufbau

Es gibt nicht den einen Knochenaufbau. Welches Verfahren wir wählen, hängt davon ab, wo der Knochen fehlt, wie viel fehlt und was Sie sich danach wünschen. Die häufigsten Methoden in unserer Praxis für Oralchirurgie Dr. Karl Bühring in Potsdam:

Geht das: Knochenaufbau und Implantat gleichzeitig?

Was bei Ihnen geht, sehen wir auf der 3D-Aufnahme. Manchmal gehen Knochenaufbau und Implantat gleichzeitig, manchmal nicht. Der Knochen entscheidet, nicht der Wunsch nach einem schnelleren Termin.

Wann beides zusammen geht (Simultanverfahren):
Wenn noch genug Knochen vorhanden ist, um das Implantat von Anfang an stabil zu verankern, können wir den Aufbau drumherum in derselben Sitzung erledigen. Das ist häufig bei kleineren Defekten der Fall, bei vielen Sinusliften und bei der Sofortimplantation nach einer Zahnentfernung. Vorteil: ein Eingriff weniger, eine Heilungsphase weniger = schneller fertig.

Wann wir lieber trennen (zweizeitiges Verfahren):
Wenn der Knochen so wenig Substanz hat, dass ein Implantat im Moment des Eingriffs noch keinen festen Halt finden würde, bauen wir erst auf, lassen den neuen Knochen drei bis sechs Monate einheilen und setzen das Implantat dann in einer zweiten Sitzung. Das klingt nach mehr Aufwand, ist aber oft der sicherere Weg und am Ende stabiler.

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Häufige Fragen

Während des Eingriffs sind Sie durch die Betäubung schmerzfrei.

Die ersten zwei bis drei Tage danach ist der Eingriff spürbar, vergleichbar mit einer Weisheitszahn-OP. Schmerzmittel decken das in den meisten Fällen gut ab.

Der Heilungsprozess hat mehrere Phasen, von denen Sie nur die ersten direkt mitbekommen:

Tag 1 bis 3: Schwellung, manchmal ein blauer Schimmer an der Wange, ein spannungsähnliches Druckgefühl. Höhepunkt der Schwellung meist am zweiten oder dritten Tag. Konsequent kühlen, Schmerzmittel nehmen, viel ruhen.

Tag 4 bis 7: Schwellung und Schmerz gehen deutlich zurück. Die meisten Patientinnen und Patienten fühlen sich wieder normal, können essen, sprechen, arbeiten. Die Wunde ist noch empfindlich.

Woche 2 bis 4: Die Schleimhaut über dem Aufbau verschließt sich, die Fäden werden gezogen (meist nach 7 bis 14 Tagen). Sie spüren die Stelle kaum noch. Im Innern beginnt der Körper bereits, das Material zu durchbauen.

Monat 2 bis 6: Die eigentliche Knochenneubildung. Der Körper wandelt das Aufbaumaterial Schritt für Schritt in eigenen, tragfähigen Knochen um. Sie merken davon nichts – das ist still arbeitende Biologie. Zwischenkontrollen bei uns sind in dieser Zeit wichtig.

Nach 3 bis 9 Monaten: Der Knochen ist stabil genug, um ein Implantat sicher zu tragen. Eine erneute 3D-Aufnahme bestätigt, dass alles eingewachsen ist. Dann setzen wir das Implantat.

Solange die Betäubung wirkt, sollten Sie gar nichts essen, denn Sie würden sich beißen, ohne es zu merken.

In den ersten drei bis fünf Tagen empfehlen wir weiche, lauwarme Kost: Suppen, Kartoffelpüree, Joghurt, Rührei, weich gegartes Gemüse, Nudeln, Fisch.

Vermeiden Sie alles, was heiß, scharf, hart, krümelig oder spitz ist. Also vorerst bitte keine Brotkrusten, keine Nüsse, kein Müsli, keine Chips, keine harten Äpfel. Auch heiße Getränke meiden, lauwarm ist besser. Trinken Sie keinen Alkohol und keinen Kaffee in den ersten Tagen. Kauen Sie konsequent auf der nicht-operierten Seite.

Nach etwa einer Woche können Sie schrittweise wieder normal essen. Harte Sachen heben Sie sich lieber noch etwas länger auf.

Eine gewisse Schwellung, leichte Rötung und Druckschmerz in den ersten drei bis vier Tagen sind normal.

Stutzig werden sollten Sie, wenn diese Anzeichen nach dem dritten oder vierten Tag stärker werden statt schwächer.

Konkrete Warnzeichen:

- Schmerzen, die plötzlich wieder zunehmen oder pochend werden

- eine Schwellung, die nach Tag 3 nicht besser, sondern schlimmer wird

- stark gerötete, glänzende, überwärmte Haut über dem Bereich

- Eiterausfluss aus der Wunde oder ein deutlich schlechter Geschmack im Mund

- Fieber über 38 °C, Abgeschlagenheit, geschwollene Lymphknoten

- anhaltend schlechter Mundgeruch trotz vorsichtiger Mundhygiene

Wenn Sie eines dieser Zeichen bemerken: Bitte rufen Sie uns direkt an! Eine Entzündung früh erkannt lässt sich meist mit Antibiotika und einer kleinen Wundreinigung gut behandeln. Wartet man zu lange, kann das Aufbaumaterial absterben. Dann ist der ganze Aufbau gefährdet.

Etwas Schmerz in den ersten Tagen ist normal. Mit dem Schmerzmittel, das Sie von uns bekommen, lässt sich das in den allermeisten Fällen gut beherrschen.

Wenn die Schmerzen trotz Medikament stark bleiben, plötzlich zunehmen oder nach Tag 3 wieder zurückkommen, ist das ein Warnzeichen, das wir abklären müssen.

So gehen Sie vor:

Schmerzmittel wie verordnet einnehmen, nicht „auf Verdacht" warten 

- den Bereich kühlen – in den ersten 24 Stunden konsequent, später bei Bedarf

- nie direkt mit Eis auf die Haut, immer ein Tuch dazwischen

Kopf hochlagern, auch nachts (ein zusätzliches Kissen senkt den Druck im Kopf und kann lindernd wirken)

- ruhen - körperliche Anstrengung, Bücken und Heben treiben den Blutdruck hoch und damit den Schmerz

- nicht spülen, nicht herumdrücken, nicht mit der Zunge an die Stelle

Bitte rufen Sie uns an, wenn:

- die Schmerzen trotz Schmerzmittel stark bleiben oder pochender Schmerz nach Tag 3 oder 4 plötzlich wieder zunimmt

- ein dumpfer, ausstrahlender Schmerz dazukommt, der bis ins Ohr oder in die Schläfe zieht

- gleichzeitig Fieber, Schwellung oder schlechter Geschmack im Mund auftreten

- Sie einfach das Gefühl haben, dass etwas nicht stimmt

Lieber einmal zu viel anrufen als einmal zu wenig. Schmerz ist ein Signal, und dieses Signal nehmen wir ernst.

Außerhalb unserer Sprechzeiten finden Sie auf unserem Anrufbeantworter die Notfallnummer des zahnärztlichen Bereitschaftsdienstes – nutzen Sie sie ohne Zögern, wenn die Situation Ihnen Sorgen macht.

Es ist beunruhigend, wenn das passiert, aber meistens kein Grund zur Panik.

Kleine Mengen Knochenersatzmaterial können sich in den ersten Tagen aus der Wunde lösen, besonders wenn die Naht sich leicht öffnet oder Sie versehentlich auf der operierten Seite gekaut haben.

Was Sie tun sollten:

nicht selbst herumdrücken oder spülen, um „mehr herauszuholen" – das macht es schlimmer

das Material nicht zurückschieben oder mit der Zunge an die Stelle gehen

keine kräftigen Spülbewegungen mehr, höchstens vorsichtiges Hin- und Herziehen

Anrufen und einen kurzfristigen Kontrolltermin vereinbaren

Wir schauen uns das an.

Oft verlieren Sie nur wenige Körnchen, der allergrößte Teil des Aufbaumaterials bleibt drin und heilt normal ein.

Wenn größere Mengen austreten oder die Naht weit offen ist, müssen wir nachversorgen. Das ist machbar und kein Grund zur Verzweiflung. Wichtig ist, dass Sie schnell zu uns kommen, statt abzuwarten.

Es gibt Fälle, in denen wir offen zu Ihnen sagen: "Lieber kein Knochenaufbau". Zum Beispiel, wenn:

- der Knochen zwar nicht ideal, aber für ein durchdachtes Implantatsystem noch ausreichend ist (manchmal lässt sich mit kürzeren oder schmaleren Implantaten ein Aufbau vermeiden)

- Sie keinen Zahnersatz an dieser Stelle planen

- bestimmte Vorerkrankungen oder Medikamente die Heilung deutlich beeinträchtigen

- Sie stark rauchen und nicht zumindest in der Heilungsphase pausieren können (Nikotin gefährdet die Einheilung des Aufbaumaterials erheblich)

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